3-Tages-Fahrt in die Dübener Heide -

12. – 14. September 2007

 

Ausgangspunkt unserer „Bildungsreise“ in die Dübener Heide war das Familienhotel „Am Findling“ in Radis bei Gräfenhainichen mit heimatlicher Küche und Eis im Cafè aus eigener Herstellung.

 

Am ersten Tag besichtigten wir FERROPOLIS – die Stadt aus Eisen. Auf einer Halbinsel im Gremminer See sind 5 Schaufelrad- und Eimerkettenbagger sowie Absetzer, jeder einzelne bis zu 130 m lang und 30 m hoch, des ehemaligen DDR-Braunkohlentagebaues Golpa-Nord zu besichtigen. Ein früherer Baggerfahrer führte uns technisch versiert durch das Gelände. Wir durften sogar in 30 m Höhe das Innenleben des Baggers besichtigen und hatten einen guten Rundblick über die Halbinsel. Beim abschließenden Museumsbesuch gaben viele Exponate, Fotos und Schrifttafeln einen umfassenden Überblick über dieses Kapitel der DDR-Geschichte.

 

Der zweite Tag führte uns zuerst zum Bauhaus Dessau. Auf der Anfahrt fuhren wir durch eine Bauhaussiedlung, anschauliche Darstellung der Bauweise der 30er Jahre. Wiederum erfuhren wir viele Einzelheiten durch einen sehr guten Führer über die Geschichte der ersten Kunsthochschule für Architektur, Design und Kunst in Deutschland, seinen Gründer und 1. Direktor Walter Gropius sowie die Aspekte der modernen Architektur der Jahre 1919 – 1933. Heute füllen wieder viele in- und ausländische Studenten und Professoren die Hörsäle und anderen Räume dieser Studieneinrichtung. Anschließend besichtigten wir die Meisterhäuser der Bauhausmeister, u.a. von Lyonel Feininger, Wassiliy Kadinsky und Paul Klee.

 

Am Nachmittag besuchten wir Schloss, Schlosspark und –garten Oranienbaum im barocken Stil. Diese Anlage wurde Ende des 17. Jahrhunderts im Auftrag der Fürstin Henriette Catharina von Sachsen-Anhalt errichtet. Wir erfreuten uns bei wunderschönem Herbstwetter an der 300jährigen Orangenkultur vieler Citruspflanzen und den sauber gepflegten Park- und Gartenanlagen.

 

Aber auch Geselligkeit und gute Laune kamen an den beiden Abenden im Hotel nicht zu kurz. Wir hatten bei Gesellschaftsspielen, einem Quiz und lustigen Liedern, die unser „Clubchef“ Werner Dehler mit der Gitarre begleitete, viel Spaß und Unterhaltung.

 

Am letzten Tag „wandelten“ wir auf „LUTHERS SPUREN“ in Wittenberg. Nach einer visuellen Einführung im Informations- und Touristenzentrum besichtigen wir die Schlosskirche mit der Thesentür und den Gräbern von Luther und Melanchthon, den Marktplatz mit den Skulpturen dieser beiden berühmten Persönlichkeiten, die Höfe des Meisters Cranach sowie die großräumige Wohnstätte Dr. Martin Luthers und seiner Frau Katharina von Bora. Unsere Begleiterin war eine sehr engagierte Dame mit umfangreichem Geschichtswissen, die uns mehrmals durch ihr patriotisches Auftreten zum Schmunzeln brachte.

 

Wir brachten unseren Dank für die Organisation dieser erlebnisreichen und erholsamen Reise im Oktober-Stammtisch bei Ingrid und Gerhard Malguth mit einem kleinen Präsent zum Ausdruck.

 

Leipzig, 13.11.2007